Test

X

Vorteilscode eingeben

Sie haben einen Vorteilscode erhalten?

Ich habe einen Vorteilscode:

Einlösen
Ein Mann und ein Mädchen sitzen lächelnd zusammen. Sie berühren mit ihren Stirnen und scheinen glücklich und liebevoll miteinander verbunden zu sein. Der Mann trägt ein hellblaues Hemd, und das Mädchen hat ein weißes gepunktetes Oberteil an. Ihre Haare sind teils hochgesteckt.

Mein Kind wird erpresst: Wie merke ich das und was kann ich tun?

Wie erkennen Eltern Erpressung unter Kindern? Erfahre typische Anzeichen, Hintergründe und konkrete Tipps, um dein Kind zu stärken und im Alltag sicher zu begleiten.

Kinder brauchen vor allem das Gefühl, dass sie Unterstützung bekommen – auch wenn online etwas schiefgelaufen ist.

– Verena Weigand, BLM Stiftung Medienpädagogik Bayern

Mein Kind wird erpresst: Wie merke ich das und was kann ich tun?

Wenn Kinder untereinander Druck ausüben – etwa mit Drohungen, Geheimnissen oder peinlichen Fotos – fühlen sich viele Eltern zunächst unsicher. In diesem Beitrag zeigen wir, woran Eltern Erpressung unter Kindern erkennen und wie sie ihr Kind stärken können. Mit Hintergrundwissen, Expertentipps und konkreten Handlungsmöglichkeiten für den Familienalltag. 

Eure Kinder haben wir in der aktuellen Stafette bereits über das Thema informiert, jetzt seid ihr dran. Gemeinsam schauen wir darauf, wie Eltern ihre Kinder unterstützen, stärken und im Alltag gut begleiten können.  

    Woran Eltern Erpressung unter Kindern erkennen und wie sie helfen können

    Du hast das Gefühl, dass dein Kind sich plötzlich zurückzieht, nervös auf Nachrichten reagiert oder ungern zur Schule geht? Dahinter steckt oft ein ganz harmloser Grund, den ihr besprechen und gemeinsam aus der Welt schaffen könnt. Manchmal verbirgt sich jedoch auch etwas Schwerwiegendes hinter verändertem Verhalten, beispielsweise Erpressung, die im Klassenzimmer oder auf dem Schulweg beginnen und online über Messenger, Spiele oder soziale Medien weitergehen kann.

    Erpressung unter Kindern bedeutet, dass ein Kind ein anderes durch Drohungen oder Druck zu etwas zwingt. Das kann Geld, Gegenstände, persönliche Informationen oder etwas anderes betreffen. 

    Typische Situationen sind zum Beispiel: 

    • „Wenn du mir die Testfragen nicht zeigst, erzähle ich dein Geheimnis.“ 
    • „Wenn du nicht mitmachst, poste ich dein peinliches Bild im Klassenchat.“ 
    • „Wenn du mir das Geld nicht gibst, darfst du morgen nicht mehr mit uns spielen.“ 

    Viele betroffene Eltern berichten, dass sie zunächst gar nicht merken, dass ihr Kind unter Druck steht. Vielleicht wirkt das Kind plötzlich stiller, möchte nicht mehr zur Schule oder reagiert nervös auf neue Nachrichten. Solche Veränderungen können ein Hinweis sein, genauer hinzuschauen. 

    Welche Formen von Erpressung unter Kindern gibt es?

    Erpressung kann ganz unterschiedlich aussehen und sich im Alltag oder im digitalen Raum abspielen.

    1. Klassische Erpressung im Schulalltag

    Was ist das? 
    Drucksituationen zwischen Kindern, meist auf dem Schulhof oder auf dem Schulweg. 

    Warum wirkt es? 
    Weil Kinder oft Angst vor Ausgrenzung haben oder davor, sich gegen stärkere Kinder zu wehren. 

    Wie sieht das konkret aus? 

    • Geld oder Gegenstände werden verlangt 
    • Drohung mit Geheimnissen 
    • Einschüchterung oder körperlicher Druck 
    • Emotionale Erpressung wie Drohung mit Ausgrenzung  

    Was kann helfen?  
    Ob zuhause oder im Klassenzimmer: Sprich offen über Drucksituationen, damit Kinder lernen, dass sie sich jederzeit an Erwachsene oder Vertrauenspersonen wenden können. Stärke in der Familie das Selbstbewusstsein deines Kindes  und fördere Freundschaften, damit es spürt, dass es nicht allein ist. 

    2. Digitale Erpressung

    Was ist das?
    Druck über Smartphones, soziale Netzwerke oder Messenger (zum Beispiel Klassenchats) 

    Warum wirkt es?
    Weil Nachrichten, Fotos oder Gerüchte sich schnell verbreiten können und schwer oder gar nicht aus der Welt zu schaffen sind. 

    Wie sieht das konkret aus? 

    • Drohung mit der Veröffentlichung von Fotos 
    • Weiterleitung peinlicher Screenshots 
    • Gruppendruck im Klassenchat 
    • Ausschluss aus Online-Gruppen 

    Was kann helfen? 
    Aufklärung und Erpressung unter Kindern thematisieren und besprechbar machen, ist besonders wichtig. Deshalb machen wir uns immer wieder für dieses Thema stark, wie in der aktuellen Ausgabe der Stafette, in der Kinder einen Artikel zum Thema Erpressung finden, der verständlich erklärt, wie solche Situationen entstehen und wo man Hilfe holen kann.

    Interview mit Medienexpertin Verena Weigand über Erpressung und Cybermobbing unter Kindern 

    Frau Weigand, was versteht man unter Erpressung unter Kindern? 

    Von Erpressung unter Kindern spricht man, wenn ein Kind ein anderes unter Druck setzt: „Wenn du das nicht tust, dann…“. Dabei kann es z. B. um Geld, um Gegenstände wie Markenkleidung oder um einen Gefallen gehen. Häufig wird mit körperlicher Gewalt gedroht: Das betroffene Kind wird festgehalten oder ihm wird wehgetan, bis es die gewünschten Dinge hergibt oder tut. Online wird eher mit Bloßstellung gedroht, z.B. dass ein peinliches Foto im Klassenchat gepostet wird. Häufig gibt es Mischformen: Die Erpressung wird oft im direkten Kontakt ausgesprochen (z. B. auf dem Pausenhof), gedroht wird aber damit, etwas online zu veröffentlichen oder weiterzuleiten. Erpressung ist ein Straftatbestand (§ 253 StGB). Wenn ein Erwachsener einen anderen erpresst, begeht er somit eine Straftat. Kinder unter 14 Jahren sind noch nicht strafmündig.  

    Da Kinder immer früher das Internet und Social-Media-Angebote nutzen, sind sie auch häufiger von verletzendem Online-Handeln und/oder Erpressung betroffen. Fotos, Chats und Screenshots lassen sich schnell weiterleiten – teilweise auch unüberlegt – und die Angst vor Bloßstellung ist größer.  

    Ein Mädchen sitzt auf einem Bett und liest eine Zeitschrift. Neben ihr ist ein Bild der Zeitschrift 'Stafette' mit einem fantasievollen Cover. Auf dem Bild steht 'Gratis Probeheft sichern' und 'Zum Probeheft'.

    Wie hängen Cybermobbing und Erpressung zusammen? 

    Cybermobbing ist eine Form des verletzenden Online-Handelns. Man spricht von Cybermobbing, wenn ein Kind über eine längere Zeit online absichtlich beleidigt, bloßgestellt, belästigt oder ausgegrenzt wird. Auch Drohungen wie „Ich mach dich fertig“ oder „Ich sag das allen“ können dabei vorkommen – online und in der direkten Begegnung. Wird durch Druck versucht, etwas zu erzwingen, handelt es sich um Erpressung und kann auch im Rahmen von Mobbing vorkommen. Viele Kinder machen damit leider schon sehr früh Erfahrungen: Studien aus den letzten Jahren zeigen, dass knapp die Hälfte aller Grundschulkinder schon einmal physische Gewalt an der Schule erlebt hat, jedes zehnte Kind wurde online bereits mit der Verbreitung gemeiner oder verletzender Informationen über sich konfrontiert. 

    Woran können Eltern erkennen, dass ihr Kind erpresst oder gemobbt wird? 

    (Online-)Angriffe wie Erpressung oder Cybermobbing können erheblichen psychischen Stress verursachen und Kinder stark belasten. Deshalb sollten Eltern auf Veränderungen ihres Kindes achten und mit ihm im Gespräch bleiben. Warnsignale können sein, dass das Kind plötzlich unsicher oder traurig wirkt und sich mehr und mehr zurückzieht. Manche Kinder essen weniger oder klagen häufiger über Kopf- oder Bauchschmerzen. Auch können sich Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall oder schlechtere Noten in der Schule zeigen. Bei Online-Erpressung tritt oft auch ein verändertes Smartphone-Verhalten auf: Das Kind erschrickt bei Nachrichten, versteckt den Bildschirm, löscht Chats oder meidet plötzlich den Klassenchat. Auch wenn Gegenstände verschwinden oder das Kind unerwartet nach Geld fragt, kann das ein Hinweis sein.

    Welche weiteren Formen von Online-Erpressung gibt es?

    Eine spezielle Form der Erpressung ist Sextortion. Dabei wird gedroht, intime Aufnahmen zu veröffentlichen, oft verbunden mit der Forderung nach Geld. Manchmal behaupten die Täter auch, das Smartphone sei gehackt worden. Oder sie drohen, KI-generierte Nacktbilder einer Person zu verschicken. Hinter Sextortion können bekannte Menschen aus dem eigenen Umfeld stehen. Der Kontakt beginnt aber auch nicht selten wie bei Cybergrooming. Cybergrooming bedeutet, dass Erwachsene gezielt über das Internet Kinder kontaktieren, um sie sexuell zu belästigen oder sogar zu missbrauchen. Sie versuchen z. B. über Social-Media-Angebote oder Spiele-Chats, Vertrauen aufzubauen und drängen dann Schritt für Schritt zu intimen Chats, Nacktbildern oder persönlichen Details. Wichtig ist bei Sextortion: nicht zahlen, Kontakt sofort beenden, blockieren und melden. Eltern sollten Unterstützung über Beratungsstellen oder die Polizei hinzuziehen, wenn das eigene Kind betroffen ist.

    Warum geraten Kinder in Täterrollen? 

    Kinder können aus verschiedenen Gründen in Täterrollen geraten. Motive, die Kinder dazu veranlassen, andere zu erpressen oder zu mobben, sind unterschiedlich und hängen stark von der Persönlichkeit ab. Häufig geht es um Anerkennung in der Gruppe: Manche wollen dazugehören, „cool“ wirken oder Grenzen austesten. Andere erleben es als Möglichkeit, Macht zu zeigen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Auch Rache, Neid oder die Angst, selbst zum Ziel zu werden, können eine Rolle spielen. Wichtig ist: Nicht nur die „Haupttäter“ tragen Verantwortung. Auch Mitmachende, die anfeuern, weiterleiten oder mitlachen („Verstärkerinnen und Verstärker“), können Erpressung oder Mobbing verstärken und verlängern.

    Weshalb schweigen viele betroffene Kinder? 

    Viele betroffene Kinder schweigen aus Scham oder Angst – etwa vor Rache, Ärger, Bloßstellung oder weil sie befürchten, dass sich die Situation verschlimmert, wenn Erwachsene eingeschaltet werden. Manche glauben auch, selbst schuld zu sein oder „das aushalten zu müssen“. Gerade online kommt hinzu: Was einmal geteilt wurde, lässt sich kaum zurückholen – das macht die Hemmschwelle, Hilfe zu holen, noch größer. Wichtig ist auch die Rolle der Zuschauenden, die sogenannten Bystander: Kinder, die Erpressung oder Mobbing bei anderen mitbekommen und aktiv eingreifen, können viel verändern und den Mobbingprozess mit ihrem Handeln stark beeinflussen. Zum Beispiel, indem sie Stellung für das Opfer beziehen oder eine Vertrauensperson hinzuziehen. Eltern können ihr Kind darin bestärken, nicht zu schweigen, Unterstützung zu holen und füreinander einzustehen. 

    Cybermobbing oder Erpressung online – was sollten Eltern im Akutfall tun? 

    Egal, ob es um Cybermobbing geht oder ob ein Kind (online) erpresst wird: Eltern sollten nicht abwarten, sondern aktiv werden. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und dem Kind zu signalisieren: „Du bist nicht schuld, wir lösen das gemeinsam.“ Auf Forderungen des Täters sollte nicht eingegangen und nichts gezahlt werden. Es ist sinnvoll, Beweise zu sichern, z. B. Chatverläufe, Profilnamen und Links; Screenshots können helfen, wenn etwas gemeldet oder angezeigt werden muss. Die betreffende Person sollte blockiert und der Vorfall auf der Plattform gemeldet werden. Als Unterstützung können Eltern Lehrkräfte oder den Schulsozialdienst hinzuziehen. Oder sich Hilfe holen bei externen Beratungsangeboten, z. B. dem Elterntelefon der Nummer gegen Kummer. Auch Kinder und Jugendliche finden hier online oder telefonisch Unterstützung. Jugendliche finden zudem Information und Beratung zu Themen wie Cybermobbing oder Sextortion z. B. bei JUUUPORT. Bei schweren Drohungen oder Straftatverdacht sollte auch die Polizei informiert werden.  

    Wie können Eltern vorbeugen? 

    Sehr entscheidend ist es, die Medienkompetenz der Kinder zu fördern. Ein vorgelebter, reflektierter Umgang mit Medien in der Familie wirkt präventiv. Kinder sollten Regeln für das digitale Miteinander kennen und wissen, wie sie ihre Privatsphäre und persönlichen Daten schützen können. Hier gilt die Faustregel: Weniger ist mehr. Daten, die nicht online stehen, können auch nicht so leicht missbraucht werden. Außerdem sollten Kinder ein gesundes Misstrauen im Kontakt mit Fremden im Internet entwickeln, um sich vor Kontaktrisiken und Datenmissbrauch zu schützen. Gerade jüngere Kinder brauchen dabei die Unterstützung und Begleitung ihrer Eltern. Wichtig ist, im Gespräch zu bleiben, früh über riskante Situationen offline wie online zu sprechen und dem Kind zu vermitteln: „Wir stehen hinter dir – auch wenn etwas schiefgelaufen ist.“ 

    Die BLM Stiftung Medienpädagogik Bayern unterstützt Eltern hier mit kostenfreien Infoveranstaltungen des Medienpädagogischen Referentennetzwerks Bayern sowie Materialien der medienpädagogischen Elternarbeit zu Themen wie Cybermobbing, sexualisierten Inhalten oder Kontaktrisiken, die sie ebenfalls kostenfrei auf der Website der BLM Stiftung finden. 

    Digitale Medienkompetenz macht Kinder stark

    Ein bewusster Umgang mit digitalen Medien macht Kinder sicher für den Umgang mit der Online-Welt, beispielsweise durch

    • klare Familienregeln für Smartphone und Internet.
    • Gespräche über Privatsphäre und persönliche Daten.
    • einen offenen Austausch über Online-Erlebnisse. 

    Manchmal fällt Kindern ein Gespräch auch leichter, wenn sie einen konkreten Anlass haben. Hier können Materialien wie Zeitschriften-Artikel oder Erklärstücke zum Thema helfen. Unser Artikel zum Thema Erpressung in der aktuellen Stafette kann beispielsweise ein guter Einstieg sein, um gemeinsam über Drucksituationen zu sprechen. 

    Ergänzend unterstützt der Kinderpodcast „Klugschnabeln – Fakten finden, Fakes entlarven“, den wir gemeinsam mit der dpa Deutsche Presse-Agentur ins Leben gerufen haben, Kinder auf dem Weg zu mehr Medienkompetenz. Darin leben Papagei Pino und Podcast-Host Sheena Kindern in jeder Folge ein gesundes Misstrauen gegenüber Informationen vor. Sie helfen ihnen, Fakten von Fakes zu unterscheiden und vermitteln dadurch mehr Sicherheit im Netz. 

    Gesprächsimpulse für Eltern
    Diese Sätze können ein guter Anfang sein, wenn dein Kind sich auf einmal anders verhält: 

    • „Du kannst immer zu mir kommen, wenn etwas komisch läuft. Egal ob mit Freunden, in der Schule oder online.“ 
    • „Niemand darf dich zu etwas zwingen.“ 
    • „Wenn jemand dich unter Druck setzt, holen wir gemeinsam Hilfe.“ 
    • „Ganz egal, was dir Sorgen macht: Wir finden für alles eine Lösung.“ 

    Was tun im Ernstfall? Schritt–für–Schritt-Anleitung

    Wenn dein Kind erpresst wird – online oder offline –, helfen diese ersten Schritte: 

    Ruhe bewahren und zuhören.
    Kinder brauchen das Gefühl, ernst genommen zu werden.
    Keine Forderungen erfüllen.
    Geldzahlungen oder Gefallen beenden die Situation meist nicht.
    Beweise sichern.
    Screenshots von Chats oder Nachrichten speichern.
    Kontakt blockieren und melden.
    Auf der jeweiligen Plattform melden.
    Unterstützung holen.
    Lehrkräfte, Beratungsstellen oder die Polizei einschalten. Auch wenn Täter unter 14 Jahren nicht strafmündig sind, kann eine Anzeige helfen, Vorfälle zu dokumentieren und weitere Maßnahmen einzuleiten.

    Häufige Fehler im Umgang mit Erpressung oder Cybermobbing

    Viele Eltern reagieren aus Sorge sehr schnell. Manche Reaktionen können jedoch die Situation verschärfen. Typische Fehler sind: 

    • dein Kind zu beschuldigen („Warum hast du das Foto geschickt?“) 
    • das Smartphone komplett zu verbieten 
    • die Situation herunterzuspielen 
    • selbst den Täter konfrontieren zu wollen 

    Hilfreich und entlastend für betroffene Kinder ist es, wenn Eltern ruhig bleiben und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. 

    Erpressung unter Kindern – Das Wichtigste in Kürze

    Was ist Erpressung unter Kindern?
    Kinder setzen andere durch Drohungen unter Druck und verlangen von ihnen Dinge wie Informationen, Gegenstände, Geld oder ähnliches. Online und offline möglich. 

    Das sind einige Warnsignale:
    Rückzug, Angst, plötzliche Geldforderungen, verändertes Smartphone-Verhalten, Leistungsabfall, körperliche Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen. 

    Erste Schritte für Eltern:
    Ruhe bewahren, zuhören, Beweise sichern, Täter blockieren, gemeinsam Lösungen suchen. Unterstützung von Lehrkräften, Beratungsstellen oder Polizei einholen. 

    Prävention und Stärkung:
    Selbstwert fördern, Nein-Sagen trainieren, digitale Medienkompetenz erklären, Vertrauen aufbauen, klare Familienregeln für Smartphone und Internet aufstellen. 

    Kinder altersgerecht informieren:
    Artikel oder Materialien wie der aktuelle Stafette-Artikel helfen, Kinder verständlich aufzuklären und Gesprächsanlässe für zuhause zu schaffen. 

     

    Sailer Mini-FAQ: Erpressung und Cybermobbing

    1. Was soll ich tun, wenn mein Kind mit Nacktbildern erpresst wird?
    Bleib ruhig und signalisiere: Du bist nicht allein. Geld zu zahlen oder Forderungen zu erfüllen ist keine Lösung. Sichere Beweise (Screenshots), blockiere den/die Täter und melde den Vorfall. Hol dir Unterstützung von Beratungsstellen, Schule oder Polizei. 

    2. Soll ich sofort zur Polizei gehen?
    Bei schweren Drohungen oder Geldforderungen ist eine Anzeige sinnvoll. Auch wenn Täter unter 14 Jahre alt sind, hilft eine polizeiliche Dokumentation. In weniger akuten Fällen kann eine Beratung vorab helfen. 

    3. Wie spreche ich das Thema an, ohne Angst zu machen?
    Frage zum Beispiel: „Was passiert denn eigentlich im Klassenchat?“ oder „Hat jemand online mal etwas Blödes gesagt?“ So öffnest du das Gespräch entspannt und ohne Druck. 

    4. Kann mein Kind selbst Täter werden, ohne es zu merken?
    Ja, das kann passieren. Kinder verbreiten manchmal unabsichtlich Nachrichten oder lachen über andere, ohne zu sehen, wie verletzend das ist. Gespräche über Respekt und Verantwortung sind deshalb wichtig.

    Porträt einer lächelnden Person mit lockigem, langen Haar. Sie trägt ein weinrotes Oberteil und steht vor einem weißen Hintergrund.

    Der Sailer-Expertentipp zum Thema Erpressung unter Kindern:

    Johanna Fischotter, erfahrene Journalistin & Chefredakteurin der Stafette · Kinder & Medienkompetenz im Fokus

    „Eltern, bleibt auf dem Laufenden, auch wenn ihr Gaming vielleicht kritisch seht. Gaming ist Teil der Lebenswelt eurer Kinder – wenn nicht bei euch zuhause, dann bei Freundinnen und Freunden. Umso wichtiger ist es, ein Gefühl zu bekommen, was gerade aktuell ist. Die Spielewelt entwickelt sich rasant. 

    In der Stafette behalten wir Game-Trends im Auge. Dabei wählen wir unsere Inhalte bewusst aus: altersgerecht, verständlich und mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Stafette ist daher nicht nur für Kinder spannend, sondern auch für Eltern eine gute Möglichkeit, dranzubleiben. Lest gern gemeinsam mit euren Kindern rein und kommt darüber ins Gespräch. So bleibt ihr informiert.„

    Porträt einer lächelnden Person mit lockigem, langen Haar. Sie trägt ein weinrotes Oberteil und steht vor einem weißen Hintergrund.

    Der Sailer-Expertentipp zum Thema Erpressung unter Kindern:

    Johanna Fischotter, erfahrene Journalistin & Chefredakteurin der Stafette · Kinder & Medienkompetenz im Fokus

    „Eltern, bleibt auf dem Laufenden, auch wenn ihr Gaming vielleicht kritisch seht. Gaming ist Teil der Lebenswelt eurer Kinder – wenn nicht bei euch zuhause, dann bei Freundinnen und Freunden. Umso wichtiger ist es, ein Gefühl zu bekommen, was gerade aktuell ist. Die Spielewelt entwickelt sich rasant. 

    In der Stafette behalten wir Game-Trends im Auge. Dabei wählen wir unsere Inhalte bewusst aus: altersgerecht, verständlich und mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Stafette ist daher nicht nur für Kinder spannend, sondern auch für Eltern eine gute Möglichkeit, dranzubleiben. Lest gern gemeinsam mit euren Kindern rein und kommt darüber ins Gespräch. So bleibt ihr informiert.„

    Porträt einer lächelnden Person mit blonden Haaren, die ein gestreiftes Hemd trägt.
    Autorin

    Kathrin Schmitz 

    Kathrin Schmitz schreibt seit 2018 für Sailer über Familie, Lernen und Kinder. Als systemisch ausgebildeter Coach und Mama von zwei Kindern verbindet sie fachliche Tiefe mit echter Nähe zum Familienalltag.

    Porträt einer älteren Frau mit kurzen blonden Haaren und Brille. Sie trägt einen schwarzen Pullover und ein weißes Unterhemd. Der Hintergrund ist unscharf und grünlich, wahrscheinlich Vegetation.

    Im Interview

    Verena Weigand

    Verena Weigand ist Medienexpertin und stellvertretende Vorsitzende der BLM Stiftung Medienpädagogik Bayern. Die gemeinnützige Stiftung fördert Medienkompetenz in unterschiedlichen Bereichen, mit Projekten wie dem Elternratgeber FLIMMO, dem Medienführerschein Bayern oder dem Medienpädagogischen Referentennetzwerk Bayern. 

    Porträt einer lächelnden Person mit blonden Haaren, die ein gestreiftes Hemd trägt.

    Autorin

    Kathrin Schmitz

    Kathrin Schmitz schreibt seit 2018 für Sailer über Familie, Lernen und Kinder. Als systemisch ausgebildeter Coach und Mama von zwei Kindern verbindet sie fachliche Tiefe mit echter Nähe zum Familienalltag.

    Porträt einer älteren Frau mit kurzen blonden Haaren und Brille. Sie trägt einen schwarzen Pullover und ein weißes Unterhemd. Der Hintergrund ist unscharf und grünlich, wahrscheinlich Vegetation.

    Im Interview

    Verena Weigand

    Verena Weigand ist Medienexpertin und stellvertretende Vorsitzende der BLM Stiftung Medienpädagogik Bayern. Die gemeinnützige Stiftung fördert Medienkompetenz in unterschiedlichen Bereichen, mit Projekten wie dem Elternratgeber FLIMMO, dem Medienführerschein Bayern oder dem Medienpädagogischen Referentennetzwerk Bayern.